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SCHULWEGKONZEPT – Unsere Vorschläge

MEHR VERANTWORTUNG UND WENIGER AUTOVERKEHR

– Vorschläge für ein umfassendes Schulwegkonzept –

 

Zunehmender Verkehr, hohe Geschwindigkeiten und rücksichtslose Autofahrer lassen mehr und mehr Eltern an der Sicherheit ihrer Kinder auf dem Schulweg zweifeln. Bereits seit Anfang 2009 diskutiert der Gemeinderat über die Möglichkeiten auf der Schützenstraße Höhe Schierhorner Weg eine Ampel zu installieren. Ende 2016 fiel die grundsätzliche Entscheidung eine Bedarfsampel an dieser Stelle zu errichten. Seitdem laufen die Verhandlungen über die Kostenaufteilung zwischen Gemeinde und Landkreis.

Für uns ist diese Einzelmaßnahme zu kurz gesprungen. Mit ihr wird versucht, an einer Gefahrenstelle eine Lösung zu finden und damit eine Sicherheit vorzugaukeln, die viele Eltern nicht nachvollziehen können. Wir wünschen uns eine umfassende Bewertung der Schulwegsituation in Jesteburg und haben deshalb die vergangenen Wochen für Gespräche mit Fachleuten und Eltern genutzt.

Am 10. September haben wir unsere Vorschläge für mehr Sicherheit auf den Schulwegen öffentlich vorgestellt und freuen uns über die durchweg positive Resonanz.

Wir werden jetzt den Antrag stellen, eine Arbeitsgruppe aus Gemeinde-, Eltern- und Schulvertretern zu gründen, die auf dieser Basis, unterstützt durch externe Fachleute, ein umfassendes Schulwegkonzept erarbeiten wird.

 


 

Immer mehr Eltern trauen ihren Kindern immer weniger zu und sehen sich selber in immer engere zeitliche Korsetts gedrängt. In der Konsequenz setzen sie verstärkt auf das „Elterntaxi“, verursachen damit jedoch noch mehr Verkehr, Gefahrensituationen und Unfälle auf den Schulwegen und verhindern, dass ihre Kinder risikobewusst am Verkehrsgeschehen teilnehmen.

Wir nehmen die Ängste der Eltern ernst, aber Kinder brauchen den Erlebnisraum „Schulweg“.

Deshalb schlagen wir ein Maßnahmenpaket vor, das den Schulweg für unsere Kinder sicherer macht und trotzdem den Eltern die Möglichkeit offen lässt, ihre Kinder mit dem Auto zur Schule zu fahren.

 

Verkehrsberuhigung

 

„Kiss & Ride“:

Vor dem Freibad wird eine klar erkennbare Kurzhaltezone eingerichtet. Nur hier dürfen „Elterntaxis“ anhalten und ihre Kinder in diesem geschützten Umfeld ein- und aussteigen lassen. Das letzte, autofreie Stück Schulweg gehen die Kinder gemeinsam.

 

  • Die Straßen Am Turnierplatz, Schulweg und Moorweg werden in Spielstraßen umgewandelt.
  • Die Straßen Am Turnierplatz, Schulweg, Moorweg und Seevestraße werden für den Autoverkehr zeitweise gesperrt.

 

Mehr Verkehrssicherheit bedeutet eine sinnvolle Verkehrssteuerung und eine Verbesserung der Risikokompetenz der schwächeren Verkehrsteilnehmer (Fußgänger und Radfahrer).

 

Verkehrserziehung

Deshalb müssen Kinder sich der Risiken im Straßenverkehr bewusst sein und ihr eigenes Verhalten entsprechend darauf abstimmen. Sie brauchen die Unterstützung erfahrener Verkehrsteilnehmer, um mittelfristig ihren Schulweg eigenverantwortlich meistern zu können.

 

  • Ein Schulwegplan zeigt die sichersten (nicht unbedingt die kürzesten) Schulwege auf und markiert besondere Gefahrenstellen. Eltern, Lehrkräften, Polizei und Gemeinde nutzen diesen Plan, um mit Kindern diese Wege einzuüben und sie auf die besonderen Gefahren vorzubereiten.
  • Schüler der Oberschule beteiligen sich aktiv am Lotsenprogramm.
  • Institutionen wie Automobil- und Fahrradclubs, Verkehrswacht und Polizei werden verstärkt in die Verkehrserziehung eingebunden. Sie unterstützen die schulinternen Maßnahmen.

 

  • Sammelpunkte auf den Hauptschulwegen. Von diesen „Haltestellen“ gehen bzw. Rad fahren die Kinder in Gruppen begleitet von Erwachsenen oder Schülern der Oberstufe zu den Schulen.

 

Ergänzend halten wir es für sinnvoll, auch das verkehrliche Umfeld der Kitas auf die Anforderungen und Bedürfnisse der Kinder abzustimmen und potentielle Gefahrenpunkte zu entschärfen.

Wir schlagen vor:

  • Schritttempo-Zonen rund um die Kitas „Seeveufer“ und „Sandbarg“.
  • Geschützte Kurzzeitparkplätze an allen Kita-Standorten.
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