Standpunkt – GEWERBE

Die Dorfmitte ist der Ort der Begegnung!

Mit der Hilfe eines „Ortskernmanagements“ wollte die Ratsmehrheit die Ortsmitte beleben. Doch außer einem schicken Flyer und der Verschwendung von Steuergeldern für Beratungskosten ist wenig erreicht worden. Nach wie vor fehlen inhaltlich ausgestaltete Konzepte und belastbare Analysen.

Wir wollen ein schlüssiges Konzept für unsere Gewerbetreibenden, um eine nachhaltige und auch wirtschaftlich erfolgreiche Entwicklung unserer Gemeinde abzusichern. Dafür setzen wir auf einen Dialog mit den Einzelhändlern, dem Gastgewerbe und allen anderen Unternehmen und Unternehmern.

Förderung ortsansässiger Unternehmen

Unternehmen, die uns oft seit Jahrzehnten versorgen, vor Ort Steuern zahlen und hier Arbeitsplätze schaffen, tragen dazu bei, dass Jesteburg viele zusätzliche Angebote in den Bereichen Kinderbetreuung und Förderung ehrenamtlicher Tätigkeiten finanzieren kann. Deshalb müssen konsequent alle Möglichkeiten genutzt werden, bei der Auftragsvergabe verstärkt lokale und regionale Unternehmen zu berücksichtigen.

Besonders wollen wir Unternehmen unterstützen, die junge Menschen ausbilden und so die Chance nutzen, Nachwuchskräfte für einen Arbeitsplatz vor Ort zu gewinnen.

Aktive Anwerbung neuer Investoren und Firmen

Es reicht nicht aus, nur auf Interessenten zu warten. Jesteburg braucht eine fundierte Standortanalyse, die die Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken des Standortes Jesteburg offen legt und als Grundlage dient, um Jesteburg zielgerichtet weiterentwickeln zu können. Diese dauerhafte und für die Zukunft unserer Gemeinde wichtige Aufgabe muss gemeinsam mit den Gewerbetreibenden, allen politischen Kräften und der Bürgerschaft umgesetzt werden.

Wir wollen Jesteburger Gewerbetreibenden und potenziellen Investoren attraktive Bedingungen bieten. Dafür muss die Gemeinde die notwendige Infrastruktur unter Berücksichtigung von Ressourcenschonung und Klimaschutz zur Verfügung stellen. Obwohl sich eine Ratsmehrheit immer wieder für zusätzliche Gewerbeflächen stark macht, verweigert man sich in der Gemeinde hartnäckig einer ergebnisoffenen Diskussion über neue mögliche Standorte für einen wettbewerbsfähigen Ausbau der Marktflächen von Rewe und Aldi.

Wir wollen den ortsansässigen Fachhandel stärken. Dazu ist eine lebendige und attraktive Einkaufsatmosphäre in unserer Ortsmitte notwendig. Deshalb muss die Gemeinde die Gestaltung von öffentlichen Plätzen und Wegen zu attraktiven Aufenthaltsflächen vorantreiben.

Deshalb setzen wir auf

  • ein nachhaltiges Einzelhandelskonzept, das die Anforderungen des täglichen Grundbedarfs erfüllt, an unsere Ortsgröße angepasst ist und das Wort „Zentrum“ im ursprünglichen Sinne von „Ortsmitte“ versteht
  • eine konsequente Umsetzung einer flächendeckenden Breitbandversorgung für alle Haushalte und Gewerbetreibenden
  • eine Förderung von kleinen und mittelständischen Gewerbetreibenden, die mit innovativen und nachhaltigen Ideen die Attraktivität Jesteburgs erhöhen

Unser Antrag zur Erstellung eines Einzelhandelkonzeptes wurde mehrheitlich befürwortet und über unsere Vorschläge zur Festlegung klarer Beurteilungskriterien für Gewerbeansiedlungen wird in den neuen Räten entschieden.

Mit unserem Antrag, die Planungen für ein neues Gewerbegebiet direkt neben dem neuen Friedhof zu stoppen, konnten wir uns gegen die Stimmen die Ratsmehrheit nicht durchsetzen. Nach wie vor soll nach deren Willen hier ein riesiges Gewerbegebiet (100.000 qm) entstehen. Obwohl die Gemeindeverwaltung auf unsere Anfrage bestätigen musste, dass es derzeit keine Anfragen von neuen oder ortsansässigen Gewerbetreibenden gibt, die nicht auf bestehenden Flächen befriedigt werden könnten.

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