BAHNBRÜCKE – Bemalung

KUNST-KLÜNGELEI STATT BÜRGERBETEILIGUNG

- Jesteburger dürfen bei der Neugestaltung der Bahnbrücke nicht mitentscheiden -

Statt Jesteburger Künstler*innen und Kunstinteressierte bei der Neugestaltung der Bahnbrücke mit einzubeziehen und vielleicht sogar gemeinsam mit Vereinen und Schülern ein identitätsstiftendes Stück Jesteburg zu erschaffen, wird nun eine Jury, bestehend aus Hans-Jürgen Börner, Karin Klesper und Charlotte Spelten über die Neugestaltung der Bahnbrücke entscheiden – ohne Beteiligung der politischen Gremien und vor allem: ohne Beteiligung der Jesteburger Bürger!


 

Hintergrund

Dr. Hans-Heinrich Aldag (Samtgemeinderatsvorsitzender in Jesteburg, Landkreisabgeordneter für die CDU in Harburg und Inhaber der Jesteburger Waldklinik) war es ein Anliegen, den von allen Seiten als Schandfleck empfundenen Zustand der Bahnquerung über der Hauptstraße zu beseitigen.

Er sammelte Spenden und bot an, einen Wettbewerb für die Neugestaltung auszuschreiben. Dem/der Gewinner*in soll ein Preisgeld von 5.000 Euro zukommen. Für die Umsetzung sollen zusätzlich alle notwendigen Materialien und freie Kost und Logis vor Ort  gestellt werden.

Soweit unterstützen wir die Idee und schätzen das großzügige Engagement von Herrn Dr. Aldag außerordentlich.

Leider erfolgt die Spende jedoch mit erheblichen Auflagen, die wir nicht unterstützen:

  1. Herr Aldag allein bestimmt über die Zusammensetzung der Jury.
  2. Die Jury entscheidet ohne jedwede Einflussmöglichkeit der Jesteburger Bürger.
  3. Der Wettbewerb wird ausschließlich in der deutschlandweit vertriebenen Künstler-Fachzeitschrift „Atelier“ ausgeschrieben.

SPD, CDU und die Grünen haben dieses Vorgehen durchgewunken. Sie halten damit an ihrem elitären Kunst- und Demokratieverständnis fest. Für sie scheint der Spruch „Wer die Musik bezahlt, bestimmt auch was sie spielt“ sowohl gegenüber Investoren als auch Spendern zu gelten.

Wir haben dafür geworben, stattdessen einen Ideen-Wettbewerb durchzuführen und gemeinsam mit den Jesteburgern über die am besten zum Ort passende Gestaltung der Bahnbrücke zu diskutieren und zu entscheiden.

Die beschlossene Vorgehensweise ist eine vergebene Chance der politisch Verantwortlichen verloren, gegangenes Vertrauen durch das Kunstpfad-Desaster (Straßenmalerei, Spiegelhaus usw.) zurückzugewinnen.

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