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CONTAINERSTANDORTE FÜR GEFLÜCHTETE

Der Samtgemeinderat bietet dem Landkreis weitere Grundstücke für die Aufstellung von Wohncontainern für Schutzsuchende an.

ZWEI ZUSÄTZLICHE STANDORTE FÜR WOHNCONTAINER

– Jesteburg beweist erneut seine Solidarität mit Schutzsuchenden

In der Ukraine ist weiterhin kein Kriegsende in Sicht und die aktuellen Hochrechnungen über die Anzahl Schutzsuchender aus aller Welt lassen befürchten, dass der Bedarf an Unterkünften bundesweit weiter steigen wird. Jetzt haben die Samtgemeinde Jesteburg und deren Mitgliedsgemeinden erneut ihre seit vielen Jahren gelebte Willkommenskultur unter Beweis gestellt. Zusätzlich zu den aktuell in der Mitgliedsgemeinde Jesteburg untergebrachten 185 Schutzsuchenden beschloss der Samtgemeinderat, dem Landkreis zwei weitere Standorte für 120 Schutzsuchende anzubieten.

Auf diesen Flächen könnten jeweils zwei Wohncontainerriegel für bis zu 60 Personen aufgestellt werden.

Die Kosten für die Vorbereitung der Flächen, die Aufstellung und die Nutzung der Containermodule trägt der Landkreis. An beiden Standorten wird der Landkreis die Betreuung der Schutzsuchenden federführend übernehmen.

Wir haben beiden Standorten zugestimmt und begrüßen, dass die Unterbringungsmöglichkeiten für Schutzsuchende zukünftig sowohl in Jesteburg als auch in Bendestorf errichtet werden. Bei der Integration und Betreuung der Geflüchteten werden die erfahrenen, ehrenamtlich tätigen Helferkreise den Landkreis wie in der Vergangenheit tatkräftig unterstützen.

Standort 1: Bendestorf

(c) LGLN

Der Samtgemeinderat folgte der Empfehlung des Bendestorfer Gemeinderates vom 21.03.2023 und schlägt dem Landkreis zuerst die Flurstücke 49/1 (ca. 5.753 qm) und 49/2 (ca. 2.000 qm), Flur 2 der Gemarkung Bendestorf als Standort für die Aufstellung von zwei Containerriegeln für 60 Geflüchtete vor.

Sollte der Landkreis diese Fläche nutzen wollen, wird er mit dem Privateigentümer der Fläche einen Pachtvertrag abschließen und zwei Containermodule für 5 Jahre von der Samtgemeinde mieten.

Standort 2: Jesteburg

(c) LGLN

Der Samtgemeinderat folgte der Empfehlung des Jesteburger Gemeinderates vom 22.03.2023 und schlägt dem Landkreis  eine Fläche von 4.000 qm beginnend ab der nordwestlichen Grenze des Flurstücks 71/9 der Flur 4 Gemarkung Jesteburg als Standort für die Aufstellung von zwei Containerriegeln für 60 Geflüchtete vor.

Sollte der Landkreis diese Fläche nutzen wollen, wird er mit der Gemeinde Jesteburg einen Pachtvertrag abschließen und zwei eigene Kauf- oder Mietcontainermodule für 5 Jahre aufstellen.

Der Jesteburger Samtgemeinderat bekräftigte im Sommer 2021 die gelebte Praxis einer Willkommenskultur und beschloss, „Geflüchtete freiwillig im Rahmen der kommunalen und rechtlichen Möglichkeiten aufzunehmen“.

Um dieser Selbstverpflichtung auch entsprechende Taten folgen zu lassen, wird sich die Samtgemeinde bemühen, weitere Flächen zu finden. Als eine weitere, potentiell nutzbare Fläche wurde bisher auch die Fläche an der Kleckerwaldstraße gesehen.

(c) LGLN

Diese Fläche hat die Samtgemeinde von einem Privateigentümer gepachtet. Allerdings mit dem Ziel, an dieser Stelle einen Samtgemeindebauhof und/oder ein neues Gerätehaus für die Bendestorfer Feuerwehr umzusetzen. Beides wird nach unserer Einschätzung in den nächsten 5 Jahren nicht umgesetzt, weil der Samtgemeinde dazu die finanziellen Handlungsoptionen fehlen. Deshalb ist diese Fläche auch aus Sicht vieler Ratsmitglieder für die nächsten 5 Jahre durchaus als Standort für Wohncontainer geeignet.

Leider ist der Grundstückseigentümer nicht bereit, den Pachtvertrag für eine entsprechende Nutzung anzupassen. Somit wird die Samtgemeinde weiterhin die Pacht für dieses Grundstück zahlen, ohne es zu nutzen. Der Bendestorfer Bürgermeister machte deutlich, dass auch der Bendestorfer Gemeinderat einer entsprechenden Nutzung nicht zustimmen würde. Das neue Feuerwehrgerätehaus habe Priorität.

Der Samtgemeinderat entschied daraufhin mehrheitlich, diese Fläche nicht weiter zu betrachten.


In der Mitgliedsgemeinde Jesteburg werden bereits 110 Schutzsuchende im ehemaligen „Hotel Niedersachsen“ und in einer Containeranlage am Sandbarg untergebracht. Darüber hinaus ist die Samtgemeinde verpflichtet, Unterkünfte für Schutzsuchende aus der Ukraine bereitzustellen. Bisher finden diese ein Zuhause in dem ehemaligen Seniorenheim „Stubbenhof“. Da diese Unterkunft zukünftig nicht mehr zur Verfügung steht, beschloss der Samtgemeinderat am 01.03.2023, das Angebot der Gemeinde Jesteburg vom 25.08.2022 und 19.10.2022 anzunehmen und Wohncontainer für bis zu 60 Schutzsuchende aus der Ukraine auf dem ehemaligen Reitplatzgelände zu errichten.

(c) LGLN

Die eingezeichneten Containerstandorte  und -größen stellen die ungefähre Lage dar und sind nicht maßstabsgetreu. Sie dienen nur zur VIsualisierung.

Derzeit leben circa 75 Schutzsuchende aus der Ukraine im Stubbenhof. Sollte eine Zwischenlösung zur Unterbringung notwendig sein, stellt die Verwaltung eine dezentrale Unterbringung in Wohnungen sicher. Aktuell wird davon ausgegangen, dass ca. 55 Ukrainer die Wohncontainer beziehen werden.

Weitergehende Informationen zu diesem Standort finden Sie in unserem gesonderten Beitrag hier.