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    — Herzlich willkommen im neuen Jahr! —

WALDKINDERGARTEN – Vorläufige Entwarnung

 

ELTERN KÖNNEN AUFATMEN

Waldkindergartenangebot bleibt in vollem Umfang bestehen

Es zeichnete sich bereits in den vergangenen Wochen ab. Am 11. April  beschloss der Gemeinderat einstimmig, dass die beiden Jesteburger Waldkindergärten auch im Kindergartenjahr 2018/19 unverändert für Jesteburger, Bendestorfer und Harmstorfer Kinder als sehr attraktives Betreuungsangebot aufrecht erhalten werden. Sogar Kinder von außerhalb des Samtgemeindegebietes können aufgenommen werden, wenn deren Gemeinden bereit sind, die Kosten für die Betreuung zu übernehmen.

Bisher hatte die Gemeinde auf eine Abrechnung großzügig verzichtet. Da aktuell (ab Herbst 2018 ) weniger Jesteburger und dafür mehr auswärtige Kinder das Angebot nutzen wollen, drohte einer der beiden Waldkindergartengruppen bereits zum Herbst die Schließung. In der nichtöffentlichen Verwaltungsausschusssitzung am 14.03.2018 erfuhren wir zum ersten Mal von unserem Gemeindedirektor Höper, dass die Kommunalaufsicht ein „einfach weiter so“ wahrscheinlich nicht mittragen und eine Gruppe streichen würde, wenn sie (rein rechnerisch) nur aus Nicht-Jesteburger Kindern bestünde. Es gelte auch für die Gemeinde Jesteburg der Grundsatz der ausgeglichenen Haushaltspolitik: Bei einem Minus von über einer halben Million Euro im laufenden Haushaltsjahr, muss die Gemeinde freiwillige Leistungen einschränken (= sparen). Deshalb kann Jesteburg nicht einfach die anfallenden Betreuungskosten von ca. 100.000 Euro p.a. für die Betreuung auswärtiger Kinder übernehmen. Es gelte der Grundsatz, jede Gemeinde müsse ausreichend Betreuungsplätze für ihre Kinder stellen.

 

Dieser grundsätzlichen Sichtweise schließen wir uns an – auch wenn wir einen anderen Weg in der Umsetzung bevorzugt hätten. Für uns hat – bei allen notwendigen Diskussionen, die sich aus einem mangelhaften Kostenbewusstsein der vorherigen Gemeinderäte jetzt ergeben – das Kindeswohl und die langfristige Sicherung des Personals bei der Beurteilung möglicher Maßnahmen die oberste Priorität.

Die Vorgehensweise der Verwaltung, die Eltern über eine mögliche Schließung einer Waldkindergartengruppe frühzeitig zu informieren, war sicherlich gut gemeint, hat aber zu großen Unsicherheiten unter den Eltern geführt und bereits Abmeldungen zur Folge gehabt. Ein wenig mehr Fingerspitzengefühl und eine gezielte Überzeugungsarbeit für das Konzept Waldkindergarten wäre sicherlich hilfreicher gewesen, als mit negativen Meldungen die schwachen Anmeldezahlen auch noch zu befeuern.


 

Wir sind begeistert davon, mit welchem Engagement die Eltern und die Leitung der Jesteburger Waldkindergärten in den vergangenen Wochen für den Fortbestand ihre Einrichtungen gekämpft haben und unterstützen ihre berechtigten Einwände und Vorschläge.

In der Gemeinderatssitzung konnte die Kita-Leitung von ersten Erfolgen berichten:

  • Die Anmeldezahlen haben sich Dank der von den Eltern geleisteten Öffentlichkeitsarbeit in den letzten beiden Monaten erhöht.

=> die Betreuungskosten je Kind sinken.

  • Alle betroffenen Gemeinden haben signalisiert, dass sie die entsprechenden Kosten für eine Betreuung in Jesteburg übernehmen würden.

=> Jesteburg bleibt nicht auf den Kosten sitzen.

  • Die gemeindeeigene Kita Moorweg könnte einen Raum für die Nachmittagsbetreuung zur Verfügung stellen.

=> Es kann eine Ganztagsbetreuung (halber Tag im Wald, halber Tag in Gebäuden) ab Herbst angeboten werden.

 


 

Alles wieder gut? Leider nein!

Der Gemeindedirektor konnte keine Entwarnung geben. Der Verwaltung lägen noch keine verbindlichen Zusagen aller betroffenen Gemeinden vor und das Raumangebot in der Kita Moorweg könne auch nicht als gesichert angesehen werden. Die Kita benötige diese Räume – je nach den bis Herbst vorliegenden Anmeldezahlen – eventuell selbst und die Transportfrage vom Waldkindergarten zur Kita Moorweg sei auch noch nicht geklärt.

Hier wird der Unterschied zwischen Betroffenen und einer öffentlichen Verwaltung sichtbar. Während die Betroffenen umgehend nach Lösungen suchen, betrachtet unser Gemeindedirektor die Situation anscheinend als reinen Verwaltungsakt: Zu wenig Jesteburger Kinder = Schließung einer Gruppe = Einsparung der Kosten = Entlastung des Gemeindehaushaltes. Kommen Vorschläge aus der Politik oder von Bürgern, dann werden sie – im Rahmen der Leistungsfähigkeit der Verwaltung – geprüft.

Die Waldkindergärten sind gemeindeeigene Einrichtungen. Wäre es da nicht wünschenswert, dass unser Bürgermeister Heitmann und unser Gemeindedirektor Höper gemeinsam und öffentlich sichtbar bei den Jesteburger Eltern für diese sehr unterstützenswerte Betreuungsform werben?


Für uns ist die Aufgabenstellung für die kommenden Wochen klar:

Jesteburger Eltern vom Waldkindergartenangebot überzeugen!

 

Deshalb werden wir die Eltern und die Waldkindergarten-Leitung weiterhin voll unterstützen, damit

  1. beide Waldkindergartengruppen erhalten bleiben und
  2. das Konzept Waldkindergarten in Jesteburg zukünftig eine Leuchtturmfunktion übernimmt.

 


Mehr Details zum Thema Waldkindergarten und Links zu zwei Reportagen über das Leben im Waldkindergarten finden Sie hier.

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