Brandbekämpfung, technische Hilfe bei Unfällen, Unwettern oder Notlagen – auf die Freiwilligen Feuerwehren ist immer Verlass
WEIT MEHR ALS VIER ORTSWEHREN
Was die Samtgemeindefeuerwehr leistet – und wie sie aufgebaut ist
Wenn von Feuerwehr die Rede ist, denken viele zuerst an Brände. Tatsächlich ist das Aufgabenspektrum deutlich breiter. Die Freiwillige Feuerwehr der Samtgemeinde Jesteburg bekämpft nicht nur Brände sondern leistet auch technische Hilfe bei Unfällen, Unwettern und Notlagen, unterstützt bei Gefahrstofflagen, wirkt in der Brandschutzerziehung mit und leistet bei Bedarf auch Nachbarschaftshilfe für andere Kommunen.
Die Samtgemeindefeuerwehr Jesteburg besteht aus vier Ortsfeuerwehren: Jesteburg, Bendestorf, Harmstorf und Lüllau. Diese vier Wehren arbeiten im Einsatzfall eng zusammen und ergänzen sich gegenseitig.
Die nachfolgenden Zahlen stammen aus dem Feuerwehrbedarfsplan 2023; die dort ausgewertete IST-Struktur basiert im Wesentlichen auf einer Datenerhebung aus dem Sommer 2022.
Ortsfeuerwehr Jesteburg – Stützpunktfeuerwehr
Die Einsatzabteilung umfasst 85 aktive Mitglieder. Zur Fahrzeugausstattung gehören:
- ein Löschgruppenfahrzeug LF 10/6
- ein Tanklöschfahrzeug TLF 16/25
- ein Rüstwagen RW 2
- zwei Mannschaftstransportfahrzeuge
- ein Gerätewagen Messtechnik für den Fachzug „Spüren und Messen“ des Landkreises Harburg
Ortsfeuerwehr Bendestorf – Stützpunktfeuerwehr
Die Einsatzabteilung umfasst 36 aktive Mitglieder. Zur Fahrzeugausstattung gehören:
- ein Löschgruppenfahrzeug LF 8/6
- ein Tanklöschfahrzeug TLF 3000
- ein Mannschaftstransportwagen
Ortsfeuerwehr Harmstorf – Grundausstattungsfeuerwehr
Die Einsatzabteilung umfasst 28 aktive Mitglieder. Zur Fahrzeugausstattung gehören:
- ein Einsatzleitwagen ELW 1
- ein Löschgruppenfahrzeug LF 10
- ein Mannschaftstransportfahrzeug
Harmstorf übernimmt örtliche Aufgaben und ist zugleich in die Gesamtstruktur der Samtgemeindefeuerwehr eingebunden.
Ortsfeuerwehr Lüllau – Grundausstattungsfeuerwehr
Die Einsatzabteilung umfasst 33 aktive Mitglieder. Zur Fahrzeugausstattung gehören:
- ein Löschgruppenfahrzeug LF 10
- ein Mannschaftstransportwagen
Lüllau erfüllt Aufgaben im eigenen Ausrückebereich und ist zugleich Teil der gemeinsamen Struktur innerhalb der Samtgemeinde.
Die Samtgemeindefeuerwehr ist weit mehr als vier einzelne Standorte
Feuerwehr bedeutet nicht nur Fahrzeuge und Gebäude. Entscheidend ist, dass ausreichend ausgebildete Einsatzkräfte, funktionierende Technik und eine verlässliche Zusammenarbeit vorhanden sind. Gerade in einer Flächengemeinde wie der Samtgemeinde Jesteburg kommt es darauf an, dass die einzelnen Ortsfeuerwehren sich gegenseitig ergänzen und gemeinsam schnell Hilfe leisten können.
Die Samtgemeindefeuerwehr Jesteburg funktioniert als gemeinsames System. Die Ortsfeuerwehren arbeiten eng zusammen, führen gemeinsame Übungen durch und ergänzen sich über ihre Fahrzeug- und Einsatzstruktur gegenseitig. Hinzu kommen Sonderaufgaben und gemeinsame Konzepte, etwa im Bereich der Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung oder bei der spezialisierten Gefahrenabwehr.
Dazu gehören unter anderem:
- der Fachzug „Spüren und Messen“ des Landkreises Harburg, in den Jesteburg mit dem Gerätewagen Messtechnik eingebunden ist,
- das Waldbrandkonzept, bei dem die Tanklöschfahrzeuge aus Bendestorf und Jesteburg sowie die Löschgruppenfahrzeuge aus Harmstorf und Lüllau zusammenwirken.
Nachwuchsarbeit ist ein zentraler Bestandteil
Seit 1971 ist die Jugendfeuerwehr ein fester Bestandteil der Feuerwehr und der Nachwuchsarbeit. Seit 2016 kommt zusätzlicher Nachwuchs aus der Kinderfeuerwehr. Gerade für eine ehrenamtlich getragene Feuerwehr ist diese Nachwuchsarbeit von großer Bedeutung. Sie hilft dabei, langfristig engagierte Mitglieder zu gewinnen und die Einsatzfähigkeit auch in Zukunft zu sichern.

Fazit:
Die Freiwillige Feuerwehr der Samtgemeinde Jesteburg ist ein unverzichtbarer Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Sie lebt vom ehrenamtlichen Engagement vieler Menschen, die Verantwortung übernehmen, Zeit investieren und im Ernstfall schnell helfen. Wer über Feuerwehr spricht, sollte deshalb nicht nur über Gebäude reden, sondern immer auch über Einsatzkräfte, Ausbildung, Nachwuchsarbeit, Technik und Zusammenarbeit.
